Haltbar machen auf die etwas dröge Art
Wollen wir Tee- und Gewürzkräuter auch später im Jahr noch mit Freude genießen, so empfiehlt es sich, diesen einfach das Wasser zu entziehen.
Schon bleiben sie uns, mitsamt ihrem gewünschten Geschmack und dem vortrefflichen Aroma lange Zeit erhalten.
Und sobald sie als Gewürz im Essen oder als Tee in der Kanne zum Einsatz kommen ist es vorbei mit dem drögen Dasein und sie können sich wieder voll entfalten.
Das brauchen wir:
- Körbe für die Lagerung
- Packpapier
- eine Schere
- trockenen Ort
- Zeit
Wir nutzen Körbe, die sich ausgezeichnet stapeln lassen. Sie sind ein Abfallprodukt aus der Pilzlieferung an Bioläden oder Pizza-Lieferdienste, wo man diese kostenlos
erfragen kann. Und zudem kann man sie mehrfach einsetzen, so zum Beispiel zum Lagern von Äpfeln, wie im Tutorial „Der Ruf der Streuobstwiese“ beschrieben.
So gehen wir vor:
Das Packpapier kommt mit hohem Rand in die Körbe. Dazu schneiden wir es großzügig zurecht. In den Ecken etwas einfalten.
Die zu trocknenden Kräuter werden locker und immer nur wenige pro Korb eingestreut, sie sollten nicht übereinander liegen, wenn sie noch frisch sind.
Dann stapeln wir sie, zum Beispiel oben auf dem Küchenschrank und üben uns in Geduld, bis sie rascheltrocken sind. Aufbewahrt werden sie dann in Gläsern oder Teedosen.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich manche Gewürze, etwa Liebstöckel, besser hängend trocknen lassen.
Das Trocknen ist auch eine vortreffliche Art um zum Beispiel Palbohnen haltbar zu machen. Diese dann bitte auch SEHR locker mit Abstand und immer nur wenige auf dem Packpapier
verteilen, solange sie frisch sind. Das Packpapier leitet die Feuchtigkeit mit ab. Bohnen brauchen aber eine deutlich längere Zeit um ganz durch zu trocknen, mehrere Wochen.
Und weil wir uns nun mit Geduld auskennen und einen umwerfend leckeren Tee verdient haben gibt es hier das passende Rezept:
Ernte im Mai/Juni: Holunderblüten, als Dolden trocknen lassen, dann die Blüten abschneiden und aufbewahren.
Ernte im Oktober: tiefrote Heidelbeerblätter, trocknen lassen, dann zwischen den Händen „zerknittern“.
Das Ganze mischen in einem Verhältnis nach eigenem Gusto, heiß aufbrühen und genießen …
